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Fotos von der Kultursommer-Eröffnung

Galerie Mennonitenkirche - Ausstellung "Der edle Wilde"

Mythos und Wirklichkeit der Indianer Nordamerikas wird die städtische Galerie Mennonitenkirche in einer faszinierenden Ausstellung vom 3. Mai bis 22. Juni beleuchten. Damit weist das städtische Kulturbüro anlässlich der 350-Jahr-Feier Neuwieds und der Eröffnung des rheinland-pfälzischen Kultursommers auf einen bedeutenden Vertreter der Familie der Stadtgründer hin: auf den Prinzen Maximilian zu Wied. Eine der bekanntesten und wahrscheinlich auch ethnographisch bedeutendsten frühen Unternehmung zur Erforschung des Westens Amerikas war die Reise des Neuwieders Maximilian Prinz zu Wied und seines Begleiters, des Schweizer Malers Karl Bodmer, in den Jahren 1832 bis 1834. Die exzellente Beobachtungsgabe und die äußerst realistische, detailgetreue Wiedergabe dieser Eindrücke auf Bodmers Skizzen und Zeichnungen machen ihn bis heute zu einem der bedeutendsten Indianermaler des 19. Jahrhunderts. Die Bildtafeln und Vignetten erschienen zusammen mit den Reisebeschreibungen des Maximilian Prinz zu Wied. Die illustrierte Reisebeschreibung zusammen mit den völkerkundlichen und botanischen Exponaten des Prinzen haben dieser Reise später naturhistorisch gesehen einen unschätzbaren Wert verliehen. Dem reisenden Naturwissenschaftler Prinz Maximilian zu Wied und seinen Freund Karl Bodmer ist ein großer Teil der Ausstellung gewidmet. Hier sind unter anderem Original-Blätter des Herbariums des Prinzen und Original-Stiche von Bodmer zu sehen. Die zweite große Gruppe der Entdecker und Erschließer des amerikanischen Westens waren rauhbeinige, zähe Trapper, die sogenannten "Mountain Men". Auf der Suche nach Bibern drangen sie tief in die Rocky Mountains vor. Die Prärieindianer waren am Ende des 18. Jahrhunderts hauptsächlich ein Reiter- und Nomadenvolk. Ihre Hauptbeschäftigung war die Büffeljagd. Durch die großangelegten Büffeljagden der Weißen wurde ihnen die Lebensgrundlage entzogen. Dem folgte dann ein gnadenloser Kampf um das Land. Zahllose Scharmützel und Verfolgung durch die US-Armee führten hin zum traurigen Höhepunkt im Dezember 1890 bei der Schlacht am Wounded Knee in South Darkota, wo der Untergang der früheren Bisonjäger endgültig besiegelt wurde.

Indianer-Laden

Diese Zeit von 1860 bis 1890 wird in einem anderen Teil der Ausstellung dokumentiert. Von der Freiheit in das Reservat ist dieser Ausstellungsteil betitelt. Zu sehen sind viele Indianer-Exponate, Tipis und Bisons.

 

Da der "Wilde Westen" nun "befriedet" war, die Biber und Büffel beinahe ausgerottet waren, begannen Veteranen des "Wilden Westens", allen voran "Buffalo Bill" William Cody, mit sogenannten Wild West Shows ihre Abenteuer der vergangenen Jahrzehnte zu vermarkten. Anklang fanden diese Shows vor allem in Europa.

Besonders in Deutschland hatten Buffalo Bill und seine Gefährten großen Erfolg, da in der Phantasie der Deutschen Indianer in ihren malerischen Kostümen in der weiten, unendlichen Prärie eine große Rolle spielten. Angeregt wurde dies durch einen deutschen Schriftsteller jener Zeit: Karl May. Er berichtete in seinen Büchern über Indianer und deren Jagdgründe, ohne sie je zuvor gesehen zu haben.

"Wild West Shows - Vom Mythos zur Legende" ist daher der dritte Teil der Ausstellung, der die Zeit von 1890 bis 1910 belegt, betitelt. Originalexponate aus der Buffalo Bill Wild West Show, Objekte über Karl May bis hin zu Wild West Filmen und eine Sondervitrine mit dem Thema "Indianer in der Werbung" sind hier zu sehen.

Geöffnet ist die Ausstellung in der städtischen Galerie Mennonitenkirche, Schlossstraße 2, vom 3. Mai bis zum 22. Juni, montags bis freitags von 14 bis 18 Uhr, samstags, sonntags und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr. Gruppen nach Vereinbarung. Infos gibt's im städtischen Kulturbüro bei Petra Magnus, Tel. 02631/802-468.

Indische Tänze

Indianische Tänze gab's zur Eröffnung der Ausstellung. Hier präsentiert die indianisch-deutsche Familie Namingha Powwow-Tänze

Hauptbühne Luisenplatz  

Freitag, 2. Mai
Aziza A.

Aziza A.

Azizas Welt ist voll funky Beats, eingängigen Melodien und ausgefallenen Texten.

 

Die typisch orientalischen Klänge und anatolische Sounds befruchten ihre Musik auf eine einzigartige Weise. Aziza A und ihre Band begeistern das Publikum rund um den Globus.

Aziza A.
Aziza A.

Samstag, 3. Mai
Hamid Baroudi

Hamid Baroudi

Hamid Baroudi - ehemaliger Frontmann der "Dissidenten", Wegbereiter des "Global Pop", musikalischer Botschafter Nordafrikas ....

In fünf Sprachen wird auf seinem neuen Album gesungen: arabisch, englisch, französisch, spanisch und der westafrikanischen Sprache Wolof.

Trance-Rhythmen aus dem Maghreb und europäische Rave Beats!

Hamid Baroudi
Hamid Baroudi
Hamid Baroudi
Hamid Baroudi

Platzinszenierung Parkplatz Luisenstraße  

Ósmego Dnia: Arka (PL)

Ósmego Dnia

Noch einmal zu sehen am Samstag, 3. Mai, 22.00 Uhr, Parkplatz Luisenstraße!

Ein mächtiges Schiff gleitet leise zwischen den Menschen hindurch und begibt sich auf eine ungewisse, aber hoffnungsvolle Reise in eine bessere Zukunft.

Ósmego Dnia

In beklemmend schönen Bildern erzählt Polens wichtigste politische Straßentheatergruppe die Geschichte von Krieg, Entwurzelung, Heimatlosigkeit und Nomadentum.

Ósmego Dnia

Die Arche, symbolhaft für alle Flüchtlingsschiffe bis hin zu den albanischen Seelenverkäufern unserer Tage vor Italiens Küsten, erinnert an Krieg, Vertreibung, ohne die Hoffnung auf ein rettendes Ufer aufzugeben.

Fesselndes Bildertheater!

Ósmego Dnia
Ósmego Dnia
Ósmego Dnia
Ósmego Dnia
Ósmego Dnia

Fotos: foto gegenlicht, Dieter Bollmann, Neuwied

Straßentheater

Rundgang mit Ministerpräsident Kurt Beck

Von der Stimmung, die Internationale Straßentheater-Truppen in der Stadt verbreiteten, ließ sich auch Ministerpräsident Kurt Beck anstecken.

Rundgang mit Ministerpräsident Kurt Beck

Hier kurze Infos über die Highlights des Straßentheater-Festivals:Acousteel Gang (F) Musikparade Sieben Musiker aus Bordeaux spielen ihre mitreißend-rhythmische Musik auf Steel Drums. Klatschen, lachen, mitwippen!

Les Alama’s Givrés (F): Les Manèges d’Aventures Straßenparade Eine Flussfahrt mit Hindernissen: ein Überfall gefährlicher Indianer, ein Angriff blutrünstiger Bestien und was der Dschungel sonst noch so für Gefahren bietet. Das Publikum erlebt alles hautnah und auch mal feucht mit.

Niki Walk-Act

Cie. Colbok (F): Niki Walk-Act

Drei sehr große, sehr dicke, sehr neugierige Damen, eitel und immer zu einem Flirt aufgelegt, sind unterwegs in der Neuwieder Fußgängerzone!

Carnage Productions (F): G.I.G.N. Walk-Act Vier in schwarz gekleidete und maskierte Männer patrouillieren durch die Stadt. Überall lauert die Gefahr - in den Straßen, auf Plätzen und an Fassaden: überraschend, komisch und mitreißend.

Cie. Ebadidon (B) Animation / Walk-Act Agathe und Leopold sind mit ihrem roten Tretsportwagen auf Urlaubsfahrt und machen Station in Neuwied. Wer hilft den beiden in der unbekannten Stadt?

Dynamogène (F): Monsieur Culbuto Mobiles Straßentheater Ein lebendes Spielzeug - dieses Stehaufmännchen mit dem halbkugelförmigen Unterleib! Man muss ihm nur einen Schubs geben ....

TamTam (NL): Royal Suitcase Theatre Zeltinszenierung Leise, humorvoll, absurd: "Royal Suitcase Theatre" ist wortloses Objekttheater in einem Zelt mit sehr eigenen Fassungen von Filmklassikern wie Lovestory, Batman oder James Bond.

Cie. D’Ailleurs (F): Un homme et une femme Walk-Act

Die Tücken des Alltags machen Lucienne und Robert schaffen.

Lucienne und Robert, das Stelzen-Duo
Lucienne und Robert, das Stelzen-Duo

Mit einfachen, teils langsamen Gesten erzeugt das Stelzen-Duo poetische und oftmals auch rührende Momente.

Cie Azimuts (F): Les Brankignols Musikcomedy
Die sechs "Musikclowns" nehmen das Publikum mit auf eine musikalische Reise vom Jazz über Ska bis hin zu Folk und Pop.

Cie. Cacahuète (F) Animation / Walk-Act
Nur mit Unterwäsche bekleidete Touristen oder ein mitten durch die Stadt getragener Sarg - das sind Cacahuète, den Meistern der hemmungslosen Aktionen: komisch, erfinderisch, genial.

Les Zanimos (F): Dresseurs de Legume Platzbespielung
Eine Karotte am Trapez, eine schmatzende Gemüsegurke, eine Rock’n Roll-tanzende Melone, ein singender Champignon - diese und andere "Charakterdarsteller" sind die Hauptakteure in dem hinreißenden Gemüseballett!

Ellen Urban (D): upside down red 

Tuchartistik

Tuchartist
Tuchartist
Tuchartist

Verspielte Artistik am Tuch mit Live-Musik an der Buk hoch in den Lüften ziehen das Publikum in eine entrückte, tanzende Welt voller Klang und Poesie.

Cie. des Quatre Saisons (B): Die vier Jahreszeiten Stelzen-Walkact

Vier Jahreszeiten

Frühling, Sommer, Herbst und Winter - imposante Figuren in farbenfrohen Kostümen, die majestätisch auf Stelzen vorwärts schreiten. Ein Genuss für die Augen - ein magischer Moment mitten im Alltag.

Cie. d’Outre Rue (B): "Les Orbilys" und "Les Noctiluques" Stelzen Die Cie. d’Outre Rue, ansonsten bekannt als neugierige Rieseninsekten, erkunden sie diesmal als "Les Orbilys" das Festivalgelände. Und bei Anbruch der Dunkelheit gleiten sie als Lichtgestalten durch die Menge.

Ulik (D): Maschinenkomik Walk-Act Ulik - ein akrobatischer Stunt-Clown, erfinderischer Techniktüftler und musikalischer Draufgänger. Ein Ingenieur des Nutzlosen, ein Erfinder des Unbrauchbaren. "High-End-Clown-Tec!"

Quade & Paiva (NL): Sister Sister Walk Act Begleiten Sie die Schwestern Porshia and Guendelin auf ihrem Einkaufsbummel durch die Stadt. Zwei alternde Schönheiten, die viel zu erzählen haben ....

Sister Sister Walk Act

Kinderfest

Kinderfest

Im Rahmen der Kultursommer-Eröffnung wird es in Neuwied ein großes Kinderfest geben. Kinder- und Jugendtheater, Kinderliedermacher, Workshops und viele andere Kreativangebote rund um den Theaterplatz werden zwei Tage lang ein anspruchsvolles Programm für Kinder und Jugendliche bieten.

Auch beim Kinderfest fand sich das Motto des Kultursommers "ein Land - viel(e) Kultur(en)" wieder.

Hier drehte sich alles um das Leben der Indianer. Sich in einen Indianer verwandeln, Stockbrot backen, ein Tipi von innen sehen, die Sitten der Indianer kennen lernen - die Kids hatten ihren Spaß.

Kinderfest
Kinderfest

Ein Highlight der 350-Jahr-Feierlichkeiten

350 Jahre Neuwied: Die Stadt wird ihr Jubiläum mit verschiedenen Festen und Veranstaltungen feiern. Das absolute Highlight dabei dürfte wohl die Eröffnung des rheinland-pfälzischen Kultursommers sein, die vom 02. bis 04. Mai 2003 in der Deichstadt stattfindet."Ein Land - viel(e) Kultur(en)", so heißt das Motto des diesjährigen Kultursommers Rheinland-Pfalz. Ein Motto, das natürlich auch multikulturelle Straßenfeste, buntes Treiben fremdländischer Kulturen und babylonische Sprachenvielfalt verspricht. Aber es geht um mehr: in rund 250 Projekten, die zwischen dem 1. Mai und dem 3. Oktober statt finden, hat die Kulturszene des Landes Rheinland-Pfalz in diesem Jahr unter der Überschrift "Ein Land - viel(e) Kultur(en)" Konzerte, Theaterstücke, Ausstellungen und vieles mehr entwickelt, um sich einem der wichtigsten Themen der Gegenwart und der Zukunft zu nähern: der Integration von zunächst "Fremdem"/"fremden" Menschen in unsere Gesellschaft bei gleichzeitiger Wahrung kultureller Identitäten.

Der Kultursommer startet im Mai in Neuwied. Die Geschichte und Gegenwart der Partnerstadt des diesjährigen Kultursommers zeigen vortrefflich die Umsetzung des Mottos im tägliche Leben. Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur und zugleich Vorstandsvorsitzender des Kultursommers Rheinland-Pfalz hebt in diesem Zusammenhang die besondere Bedeutung der jungen Stadt am Rhein hervor: "Eine Stadt wie Neuwied, die in ihrer Geschichte immer wieder Menschen unterschiedlichster Glaubensrichtungen und politischer Überzeugungen problemlos aufzunehmen im Stande war, hat sich von Anbeginn die Bereitschaft, "Fremdes" in ihre Stadtgesellschaft zu integrieren, auf die Fahnen geschrieben."

Die Deichstadt, die 2003 ihr 350-jähriges Stadtjubiläum begeht, ist von Freitag, 2. Mai, bis Sonntag, 4. Mai, Kulisse für das große Kultursommer-Bürgerfest mit herausragendem internationalen Straßentheater und Musik für die ganze Familie.

Vor allem die Freunde des Internationalen Straßentheaters kommen in Neuwied ganz auf ihre Kosten. Drei Tage lang bewegen sich Künstlerinnen und Künstler unterschiedlichster Nationen durch die Straßen der Innenstadt, inszenieren auf Plätzen und an besonderen Orten. Ein Gebäude wird da zur einmaligen Kulisse, Fußgängerzonen zu Bühnen. Ein Höhepunkt des Straßentheaters verspricht die große Platzinszenierung "Arka" von Ósmega Dnia aus Polen zu werden.

Auch das Musikprogramm wird Spiegel des Mottos sein. Noch wird daran gefeilt, doch in wenigen Tagen wird es bekannt gemacht. Fester Bestandteil einer jeden Kultursommer-Eröffnung sind die sogenannten Schaufenster-Konzerte. So präsentiert sich die Kultursommer-Reihe der Villa Musica "Musik in Burgen und Schlössern" ebenso wie die Internationalen Orgelfestwochen oder die Musikreihe "Singendes Rheinland-Pfalz" und "Jazz & Kunst auf Weingütern.

Ein Land - viel(e) Kultur(en)

Internationales Straßentheater-Festival

Straßentheater ist der lebendigste und unmittelbarste Ausdruck urbaner Kultur. Plätze und Straßen erfahren Verwandlungen durch Theater: Ein Gebäude wird zur einmaligen Kulisse, Fußgängerzonen werden zur Bühne, Straßen erfahren eine ganz andere Bestimmung als die des reinen Fortkommens.Aus dem zufälligen Zusammentreffen von Passanten mit Theater ergeben sich neue, unvorrhersehbare Situationen, die Stadt füllt sich mit Atmosphäre und Emotionen, regt aber auch zum Nachdenken an.Grundgedanke ist, mit Bürgern und Gästen ein Fest zu feiern, das Fröhlichkeit, Spaß und Freude vermittelt.Das Straßentheater-Festival wird an allen Tagen prägendes Element der Veranstaltung sein. Zusätzlich soll am Freitag und Samstag, 2. und 3. Mai 2003, eine große Platzinszenierung in Neuwied statt finden, die das Motto des Kultursommers, "Ein Land - viel(e) Kultur(en)", umsetzt.

Kultursommer-Eröffnung in Neuwied